11.04.2015

Stimmen von der Pressekonferenz

Das ADAC Qualifikationsrennen 24h-Rennen bildet eine perfekte Gelegenheit, um einen Ausblick auf das ADAC Zurich 24h-Rennen im Mai zu wagen. Deshalb waren einige Top-Piloten zur Pressekonferenz eingeladen und gaben Auskunft über den aktuellen Stand der Dinge. Hier sind die Statements von Vorjahressieger Marc Basseng (Audi), Wolf Henzler (Falken-Porsche), Lance David Arnold (Bentley), Dirk Werner (BMW) und Sabine Schmitz (Frikadelli-Porsche / WTCC-Gaststarterin).

Marc Basseng (Vorjahressieger, Phoenix Racing, Audi R8 LMS)

„Mit Phoenix habe ich seit Jahren ein tolles Team hinter mir. Die ganze Mannschaft zeigt viel Umsicht und Ruhe. Meiner Meinung nach hat Audi mit seinen beiden Teams die optimalen Partner für den Werkseinsatz ins Boot geholt. Nach dem Gesamtsieg im vergangenen Jahr ist Platz eins natürlich auch diesmal unser Anspruch. Wir werden unser Bestes geben, um das anvisierte Ziel zu erreichen. Mit dem neuen Audi R8 LMS ultra bin ich in der Erprobung bereits viele Kilometer gefahren. Das Auto ist jetzt in Monza und bestreitet einen Lauf zur Blancpain Endurance Series. Der neue R8 ist für Kundensportler leichter zu fahren als bisher. Die Bedienbarkeit wurde verbessert und der Fahrer sitzt entspannter im Auto. Das Auto ist ja in erster Linie für den Kundensport gedacht und soll den Piloten den Stress beim Fahren nehmen. Ziel war es aber auch, das Auto noch sicherer zu machen. Für uns sind die nun beschlossenen Sicherheits-Maßnahmen eine große Umstellung. Welche Auswirkungen das Ganze auf die Pace und auf die Taktik haben wird, wird sich zeigen. Schon heute kann ich aber sagen, dass die Speedzonen mit sehr viel Bedacht gewählt wurden.“

Wolf Henzler (#44 Falken, Porsche 911 GT3 R)

„Im vergangenen Jahr haben wir das Podium beim 24h-Rennen knapp verpasst. 2015 wollen wir es natürlich erklimmen – möglichst ganz oben. Da die Fahrerbesetzung dieselbe ist, wie im letzten Jahr, brennen wir auf diesen Erfolg. An diesem Wochenende fahren wir nur zu zweit, da meine beiden Teamkollegen anderweitig im Einsatz sind. Das hat natürlich für mich den Vorteil, dass ich doppelt so viel zum Fahren komme. Man kann auf der Nordschleife sehr viel testen. Bei uns liegt der Schwerpunkt natürlich auf der Entwicklung der Reifen. Wir wollen an diesem Wochenende bei anderen Temperaturen wiederholen, was wir bei den Tests im März herausgefunden haben. Zwei Faktoren sprechen für Falken. Erstens ist die Nordschleife in Japan sehr bekannt. Zweitens will sich Falken in Europa der technischen Herausfordung stellen und zeigen, dass der Falken-Reifen auf der schwierigsten Rennstrecke der Welt erfolgreich ist und um den Gesamtsieg mitfahren kann.“

Lance David Arnold (#85 Bentley Motorsport, Bentley Continental GT3)

„Ich habe zunächst einmal einen Vertrag mit dem HTP-Team und werde das beteiligte Werk so gut es geht auf der Nordschleife unterstützen. Aber ich denke, das reicht noch nicht, um sich als echter „Bentley Boy“ bezeichnen zu dürfen. Der Continental GT3 sieht wuchtig aus und wirkt schwerer aus als es wirklich ist. Ich muss aber zugeben, dass die Abmessungen etwas größer sind, als bei den Autos, die ich bisher gefahren bin. Das ist aber keine große Umstellung. Wir Fahrer kämpfen aber noch damit, dass wir nun rechts sitzen. Man muss auf der Runde jetzt völlig neu ansetzen. Wir werden uns da Stück für Stück herantasten müssen und auf der Nordschleife Kilometer machen. Bis zum 24h-Rennen haben wir sicherlich unseren Rhythmus gefunden und werden optimal vorbereitet sein. An diesem Wochenende haben wir zwei Autos und vier Fahrer dabei. Da kommt jede Menge Fahrzeit zusammen. Es ist aber auch wichtig, dass wir für das Team alle relevanten Werte herausfahren und so viel über das Auto lernen wie möglich. Nach den Geschehnissen der vergangenen Tage reist man natürlich mit gemischten Gefühlen an. Tempolimit und Rennstrecke, das passt nicht wirklich zusammen. Wenn man aber im Auto sitzt, ist man froh, dass die Winterzeit wieder vorbei ist. Ich war zudem erstaunt, wie sich die GT3-ingenieure mit der Thematik auseinandersetzen. Das eine oder andere Gimmick ist schon im Auto eingebaut, sodass wir optimal auf diese Zonen vorbereitet sind. Da ist auch ein gewisser Ehrgeiz hinter den Kulissen spürbar. Die Fahrerpaarung stimmt, die Ingenieure wissen, was sie tun: Wir wollen um den Sieg mitfahren.“

Dirk Werner (#19 BMW Sports Trophy Team Schubert, BMW Z4 GT3)

„Ich persönlich bin froh, dass wir hier überhaupt fahren. Die Vorbereitungszeit für das 24h-Rennen ist in diesem Jahr sehr knapp. Deshalb ist es sehr wichtig, dass wir heute und morgen hier sind. Die neuen Regeln stellen eine neue Komponente dar. Speziell wir Fahrer müssen uns langsam rantasten, weil wir sicher gehen wollen, dass wir die Regeln einhalten und in den speziellen Stellen nicht zu schnell fahren. Die anderen Ziele sind klar. Wir wollen als Fahrer Kilometer sammeln. Das ist enorm wichtig. Auf der Nordschleife ist Erfahrung bekanntlich fast alles. Die anderen Komponenten an den wir arbeiten sind die Fahrzeugabstimmung und, dass sich das Team einspielt. Das 24h-Rennnen auf der Nordschleife hat ganz spezielle Gesetze. Unsere Vierfachsieg im Vorjahr beim Qualifikationsrennen war zwar schön, aber es war eben nur ein Sechs-Stunden-Rennen. Es waren weniger Autos am Start und die Belastung für das Auto ist bei sechs Stunden anderes als beim 24h-Rennen. Das Auto ist schon länger auf der Nordschleife im Einsatz, das Set-up am Limit. Da sind wir sehr gut aufgestellt. Das Auto lässt sich sehr gut fahren, hat eine tolle Balance. Wir arbeiten daher an den Abläufen und natürlich hat der Fahrer hier viel in der Hand. Die Kollegen aus der DTM sind nicht in der DTM sehr gut und sehr schnell, sondern auch auf der Nordschleife. Sie fahren nicht ihr erstes 24h-Rennen. Der eine oder andere war schon hier unterwegs, bevor er in die DTM kam. Sie sind also eine tolle Verstärkung. Da macht sich niemand Gedanken darüber, dass sie die Umstellung vom Sprintmodus der DTM auf die Langstrecke nicht schaffen.“

Sabine Schmitz (Startet im WTCC-Laauf auf Chevrolet)

„Ich bin im November gefragt worden, ob ich Lust habe in der WTTC zu starten. Ich brauchte nur einen Sekundenbruchteil um mit „Ja ich will“ zu antworten. Jetzt fahre ich im Team Münnich auf Chevrolet. Die Einladung war auch, bereits vorher einige WTCC-Läufe zu fahren. Das schaffe ich aber zeitlich leider nicht. So muss ich den WTCC-Testtag am 28. April auf dem Nürburgring nutzen. Da werde ich so viel wie möglich fahren und das Fahrwerk auf die Nordschleife einstellen. Ich hoffe, dass die Piloten in der WTCC den Ring nicht ganz so gut kennen wie ich. Denn die Streckenkenntnis ist mein Vorteil. Dafür kenne ich das Auto nicht so gut. Aber ich hoffe, ich werde mich darauf relativ schnell einschießen. In der WTTC sind nur Profis am Start, deshalb sehe ich meine Chancen nicht im Bereich der Podiums¬platzierungen – aber direkt dahinter würde ich mich schon gerne einreihen. Das hängt aber vielleicht vom Wetter ab. Die Kollegen habe großen Respekt vor der Nordschleife und sind sichtlich nervös. Aber es sind alles Profis. Die Aufgaben am Wochenende im Frikadelli-Team sind sehr vielfältig und zu Hause habe ich noch ein paar Pferde die abends noch versorgt werden müssen. Rennen fahren ist für mich da echt Entspannung. Wenn die Fahrertür zuschlägt, habe ich endlich Ruhe. Spaß auf der Nordschleife: Das ist mein persönliches Wellness-Programm.

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