03.05.2015

Wittmann: Der richtige Flow für die Nordschleife

Für Marco Wittmann ist es das dritte ADAC Zurich 24h-Rennen seiner Karriere und doch wird es anders sein, als die vorherigen: Als aktueller Champion der DTM werden noch mehr Augen auf ihm ruhen als noch in den vergangenen Jahren, wenn er im BMW Z4 GT3 des BMW Sports Trophy Team Schubert an den Start geht. Doch davon lässt sich der 25-Jährige nicht beeindrucken: „Ich freue mich riesig auf das Rennen. Die Nordschleife ist immer etwas Besonderes, und das 24h-Rennen das Highlight im GT3-Sport.“

Nachdem er im vergangenen Jahr ausfiel, steht für den DTM-Champion diesmal der Kampf um den Gesamtsieg ganz oben auf der Liste. 2014 wurde er mitten in der Nacht von einem Konkurrenten getroffen und landete in der Leitschiene. Diesmal soll es besser gehen. Die Voraussetzungen sind gut: Der Z4 GT3 bewies zuletzt beim ADAC Qualifikationsrennen 24h-Rennen am 11. und 12. April seine Siegfähigkeit. „Wir haben eine Mission und ein Ziel vor Augen, darauf arbeiten wir hin“, gibt sich der Fürther kämpferisch. Er startet im Schubert-BMW gemeinsam mit Dirk Müller, Alexander Sims und Dirk Werner.

Die Umstellung vom DTM-Boliden auf die Nordschleife fällt dem BMW-Werkspiloten nicht besonders schwer. Er kennt den BMW Z4 GT3 schon in- und auswendig und weiß auch um die Besonderheiten auf der Nordschleife. „Gerade bei einem 24h Rennen gibst du im Rennmodus keine 105 Prozent“, erklärt er. „Da ist ein Fahrstil gefordert, mit dem man mit dem Auto auch über eine so lange Zeit durchfahren kann. Es geht nicht nur um das Material, sondern auch darum, den Spritverbauch im Auge zu behalten.“

Übung ist alles

Trotzdem weiß er, dass die Vorbereitungsrennen wie das 24h-Qualirennen überaus wichtig sind. Weniger, um zu gewinnen. Vielmehr soll wieder ein Gefühl für die Rennen auf der Nordschleife aufgebaut werden. „Der Verkehr ist mit Sicherheit die größte Umstellung“, sagt Wittmann. Als Beispiel für die Besonderheiten beim Fahren in einem Starterfeld mit weit über 150 Konkurrenten nennt er, „die kleinen Fahrzeuge so zu überholen, dass sie dich sehen und du das richtige Auge und das richtige Gefühl dafür bekommst, wo man sich platzieren kann.“ Auch die Abläufe unterscheiden sich stark von einem DTM-Rennen und müssen trainiert werden. „Es geht darum, die speziellen Abläufe wieder reinzukriegen. Zum Beispiel die Fahrerwechsel mit den Kollegen zu üben.“

Set-up: Die Suche nach dem Kompromiss

Aber auch das Auto, das er sich mit drei Teamkollegen teilt, muss auf das 24h-Rennen vorbereitet werden. Wittmann: „Wir sind ja zu viert auf dem Auto und da muss man immer einen Kompromiss finden. Der eine findet eine bestimmte Einstellung gut und der andere eine andere. Dafür brauchen wir diese Rennen, um ein gutes Set-up herauszufahren, mit dem sich alle wohl fühlen und mit dem alle konstant schnell fahren können.“ Wittmann hat mit seinen Teamkollegen dabei übrigens einen Vorteil gegenüber anderen Teams: „Wir haben alle die gleiche Größe. Deswegen müssen wir keine Anpassungen am Sitz oder an den Pedalen vornehmen.“

Nordschleife: Adrenalin pur

Selbst bei erfahrenen Piloten wie Marco Wittmann kann die Nordschleife den Puls zum Rasen bringen. „Ich liebe die Fuchsröhre – die Bergabpassage mit Kompression. Das ist extrem anspruchsvoll. An diesen Stellen merkt man, wie der Adrenalinpegel steigt“, schwärmt er. „Oder relativ flüssige Passagen wir Pflanzgarten I und II. Auf der Nordschleife ist es extrem wichtig, in diesen Flow reinzukommen, einen Rhythmus zu finden. Wenn du einmal einen größeren Schnitzer hattest, ist es schwer, in der gleichen Runde wieder reinzukommen.“

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