25.09.2020

Mit Abstand besser zusammenarbeiten

• Covid-19 erfordert Backup-Lösungen in der 24h-Organisation

• Zuschauer auf dem Grand-Prix-Kurs erlaubt – mit Auflagen

• Teams sind gefordert: Mit Abstand zusammen Rennen fahren

Beim ADAC TOTAL 24h-Rennen herrscht in diesem Jahr eine besondere Atmosphäre. Alle Beteiligten sind froh, dass der Langstreckenklassiker überhaupt ausgetragen werden kann. Auch wenn dies bedeutet, dass nur wenige Zuschauer an die Strecke kommen dürfen und sich alle im Fahrerlager und rund um die Strecke an die Auflagen zur Eindämmung des Coronavirus halten müssen. Alle Bereiche des 24h-Rennens sind davon betroffen und bereiteten sich teilweise über Wochen auf diese Herausforderung vor.

Backup-Lösung

Die Verantwortlichen beim 24h-Rennen mussten sich nicht nur Gedanken zur Reduzierung der Infektionsmöglichkeiten machen, sondern auch Pläne für den Fall erarbeiten, dass Mitwirkende erkranken und ausgetauscht werden müssen. So ist man zum Beispiel auch darauf vorbereitet, dass alle Sportwarte von einem Streckenposten abgezogen werden müssten. Um genügend Ersatzkräfte in der Hinterhand zu haben, rief der ADAC in einer Facebook-Aktion Sportwarte anderer Strecken dazu auf, beim 24h-Rennen mitzuhelfen. Die Helfer wurden anschließend für die Besonderheiten der Nordschleife geschult, um jederzeit eingesetzt werden zu können.

Zudem haben sich weitere ehrenamtliche Helfer gemeldet, die zu Hause bleiben und im Notfall Funktionen innerhalb der Organisation übernehmen – zum Beispiel in der Fahrerlager-Organisation oder als Marshall in der Boxengasse und Startaufstellung. Die Sportwarte des ADAC Nordrhein sind die besonderen Covid-19-Maßnahmen bereits gewöhnt. Sie wurden an den beiden DTM-Wochenende eingesetzt und werden auch bei der Formel 1 am Nürburgring sein.

Zuschauer erlaubt – mit Auflagen

Kurzfristig gab es von den Genehmigungsbehörden grünes Licht, um die Tribünen auf der Grand-Prix-Strecke für Fans zu öffnen. Diese müssen sich aber auf Einschränkungen einstellen: Die personalisierten Tickets sind nur online erhältlich und gelten für feste Plätze. Die Zuschauer müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen, dürfen ihn aber an ihrem personalisierten Tribünenplatz abnehmen. Spätestens in den Nachtstunden müssen die Fans die Maske aber wieder aufziehen und ihre Plätze räumen, da diese über Nacht desinfiziert werden. Ab 7:00 Uhr morgens können die Zuschauer die Rennaction wieder vor Ort erleben. Die Zuschauerbereiche und Campingplätze entlang der Nordschleife bleiben geschlossen. Das gilt auch für das Fahrerlager. In diesen Arealen wären Mindestabstände und Kontaktnachverfolgung nicht zu gewährleisten.

Mit Abstand zusammen Rennen fahren

Natürlich müssen sich die Teams auch intern an die Corona-Regeln halten. Fanden bisher die Briefings in kleinen Konferenzräumen in den Trucks statt, galt es nun, neue Wege der Kommunikation zu finden. „In der eigentlichen Arbeit mit dem Team macht es aber keinen Unterschied“, erzählt Philipp Eng von ROWE Racing. „Unsere Meetings machen wir per Headset und Interkom, da ist der Motorsport technisch einfach im Vorteil.“ Auch die kleinen Teams mussten sich der Herausforderung Coronavirus stellen. „Wir dürfen diesmal nur weniger Mechaniker in der Box haben und auch die Teamgröße im Hintergrund wurde durch den Veranstalter begrenzt“, erklärt Jürgen Nett, der im Renault Clio mit der Startnummer 123 an den Start geht. „Wir kommen damit sehr gut zurecht und können damit gut leben.“ Kaum aus dem Fahrzeug ausgestiegen, ziehen die Piloten die Mund-Nasen-Masken an. „Von den Ordern wird man dann auch schon mal freundlich daran erinnert“, gibt Nett zu. Eines fehlt den Piloten aber: „Es ist nicht ganz so emotional im Team“, meint Eng, „wenn man untereinander nicht abklatschen kann.“

Feste Sitzordnung im Pressezentrum

Einschränkungen auch im Pressezentrum: Normalerweise sind hier während des 24h-Rennens fast 1.200 Personen unterwegs. Die Journalisten sitzen zusammen und diskutieren über neue Regeln, Manöver auf der Strecke und über die Sieger-Frage. In diesem Jahr dürfen noch maximal 91 Personen gleichzeitig im Pressezentrum vertreten sein. Den Medienvertretern werden feste Plätze zugewiesen, so dass die nötigen Abstände gewahrt bleiben. Für Fotografen wurde eine Alternativlösung gefunden. Sie dürfen nicht ins Pressezentrum, haben dafür aber einen eigenen Raum im ring°boulevard. Safety first gilt also in diesem Jahr nicht nur auf der Strecke, sondern in allen Bereichen der Strecke. Rennleiter Walter Hornung: „Ich bin froh, dass wirklich alle Beteiligten bei unserem Konzept mitziehen. Die Arbeitsbedingungen von jedem, der im Fahrerlager zu tun hat, mussten natürlich dem Gesundheitsschutz angepasst werden, und ich freue mich, wie diszipliniert die Teams hier agieren. Dafür gilt allen jetzt schon mein Dank, denn nur so können wir hochkarätigen Sport für unsere Zuschauer auf der Tribüne und vor den Monitoren bieten!“

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