06.06.2021

Wetterkapriolen – ein Teil des 24h-Rennens

• Nebel, Regen, Sturm und Hagel – beim 24h-Rennen ist alles möglich

• Kurioseste Rennunterbrechung: Hagel 2016

• Sicherheit stets an erster Stelle

Auch die 49. Ausgabe des ADAC TOTAL 24h-Rennens hat es erwischt: Dichter Nebel sorgte um 21:30 Uhr für eine längere Rennunterbrechung. Schon in den Jahren zuvor sorgte das berühmte Eifel-Wetter für ungewollte Pausen. Das Procedere ist dabei immer wieder gleich: Die Rennleitung wägt sehr genau ab, wann die rote Flagge eingesetzt werden muss. Die Sicherheit der Teilnehmer und Marshals steht an erster Stelle. Hier ein kleiner Rückblick in die Wetterkapriolen der vergangenen Jahre.

2020 – Starkregen

Wegen starker Regenfälle entschied sich die Rennleitung gegen 22:30 Uhr, das Rennen mit roter Flagge zu stoppen. Da sich schon früh abzeichnete, dass der Regen nicht nachlassen würde, entschied Rennleiter Walter Hornung, das Rennen bis zum nächsten Morgen zu unterbrechen. Am Sonntag um 8:00 Uhr konnten die Teilnehmer wieder starten. So wurde die 48. Auflage die zweitkürzeste der Geschichte.

2018 – Nebel

Rund dreieinhalb Stunden vor Ende des 24h-Rennens wurden die roten Flaggen geschwenkt. Zu diesem Zeitpunkt war die Sicht der Streckenposten untereinander und damit die Kommunikation per Flaggensignal nicht mehr möglich: Ein zu großes Sicherheitsrisiko für alle Beteiligten. Nach zwei Stunden wurde das Rennen wieder freigegeben und die Teilnehmer setzten zu einem 90-minütigen Endspurt an.

2016 – Hagel

Die wohl kurioseste Wetterkapriole in der Geschichte des 24h-Rennens. Knapp eine Stunde nach Rennstart hagelte es plötzlich stark, die slickbereiften Autos konnten sich nicht mehr auf der Strecke halten und waren vor den Bergaufpassen gefangen. Die Rennleitung brach das Rennen sofort ab, danach mussten die Beteiligten so lange warten bis der Hagel geschmolzen und die Strecke wieder befahrbar war. Rund eineinhalb Stunden dauerte es, bis alle Fahrzeuge in die Boxengasse zurückkehren konnten. Zusätzlich räumte man den Teams noch eine Reparaturpause ein, sodass das Rennen erst gegen Abend wieder aufgenommen werden konnte.

2013 – Nebel und Regen

Um 22:45 Uhr erfolgte die Renn-Unterbrechung mit der roten Flagge wegen starken Regens in den Streckenabschnitten Schwalbenschwanz und Pflanzgarten sowie dichtem Nebel im Bereich Fuchsröhre. Um 8:00 Uhr morgens konnten das Rennen wieder freigegeben werden.

2007 – Starkregen

Die Piloten waren noch nicht einmal losgefahren, sondern standen noch in der Startaufstellung, als der Himmel die Schleusen öffnete. So saßen sie dort noch etwa zwei weitere Stunden bis das Rennen um 16:51 Uhr endlich offiziell gestartet werden konnte. Doch damit nicht genug: Mitten in der Nacht zog Nebel über die Nordschleife. Der wurde so dicht, dass die Rennleitung das Rennen um 3:54 Uhr unterbrach und erst 9:31 Uhr wieder freigeben konnte.

1994 – Sturm

Die Windböen waren so heftig, dass Bäume umstürzten und das Rennen für drei Stunden unterbrochen werden musste.

1992 – Regen

Es war das kürzeste 24h-Rennen der Geschichte. Die Sieger Cecotto, Danner, Martin und Duez legten nur 76 Runden zurück. Das Rennen musste in der Nacht wegen Regens und Nebels unterbrochen werden. Das Karussell stand nach einiger Zeit unter Wasser, sodass die Feuerwehr es abpumpen musste, ein Blitzeinschlag legte die Tankanlagen in der Boxengasse lahm.

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