14.05.2026

Stimmen von der Pre-Event-PK

Die ADAC RAVENOL 24h Nürburgring werfen auch für die Top-Fahrer ihre Schatten voraus: Vorjahressieger Kelvin van der Linde (#1 Rowe-BMW), Maro Engel (#80 RAVENOL-Mercedes-AMG), Timo Glock (#69 Dörr-McLaren), Christopher Haase (#16 Scherer PHX-Audi) und Thomas Preining (#911 Manthey-Porsche) sprachen in der Pre-Event-PK am Donnerstagnachmittag über ihre Vorfreude auf die Herausforderung der Nordschleife, die zahlreichen Fans und Duelle mit Formel-1-Star Max Verstappen.

Kelvin van der Linde (BMW #99)

„Wenn man hier zu so einem großen Rennen kommt, hat jeder hat das Ziel, das absolute Maximum rauszuholen. Als Titelverteidiger wie wir, hat man das Los, dass jeder versucht, einen zu schlagen. Aber in diesem Jahr sind nicht nur generell mehr Autos am Start, sondern auch wir haben mehr Autos und wir haben unsere Strategie und werden versuchen, diese auch wirklich gut zu spielen. Generell ist es einfach ein tolles Event hier auf der Nordschleife und wir sehen die besten Fahrer, die besten Autos und definitiv die beste Stimmung.

Dabei sehen wir es als Vorteil, dass BMW mit einigen Autos am Start ist. Wenn wir die 24h-Rennen der letzten Jahre sehen, ist die Chance auszufallen, wirklich sehr hoch. Wir werden mit unseren Autos verschiedene Setups testen und am Ende sehen, wie wir durchkommen.

Und dann haben wir noch den BMW M3 Touring in der 24h-Edition. Für jeden BMW Werksfahrer ist es ein Traum, dieses Auto zu fahren. Und vier Fahrer von uns haben die Chance, dieses Auto durch die grüne Hölle zu fahren. Es ist einfach Mega, dass dieses Auto so gut ankommt und es ist eine tolle Idee vom BMW, aus einem Aprilscherz heraus dieses Auto auf die Strecke zu bringen. Toll, dass BMW das traut. Wir hoffen, wir werden gut mithalten. Das Auto sieht einfach super gut aus und auch im Highspeed zeigt sich, was in diesem Touring steckt. Und ich hoffe, wir haben die Chance auch international zu zeigen, was in uns steckt.

Dieses Jahr ist alles super voll und ich hoffe für die Fans, dass es so trocken wie möglich bleibt. Aber ich bin mir sicher, die Stimmung an der Strecke wird gut und die Fans sind der Wahnsinn. Ich hoffe, wir haben alle ein großartiges Wochenende bei dem, was wir lieben und dass alle wieder sicher zurückkommen.

Maro Engel #80

„Der letzte Mercedes-Sieg ist schon lange her und es wird Zeit, dass wir mal wieder gewinnen. Ich habe auf jeden Fall immer noch schöne Erinnerungen an 2016.“

„In den vergangenen Jahren war ein solcher Erfolg immer wieder möglich, aber letztendlich haben wir es nicht wiederholen können. Das wollen wir nun ändern und gehen voller Elan an das Rennen ran. 2025 waren wir ehrlich gesagt nicht in der Lage, um den Sieg zu kämpfen, aber wir haben das Rennen analysiert und sind gut vorbereitet für einen neuen Angriff. Wo wir wirklich stehen, werden wir erst im Rennen sehen. Favorit sind wir aus meiner Sicht nicht, diese Rolle liegt bei denen, die im vergangenen Jahr dominiert haben. Wir freuen uns aber auf die 24 Stunden mit einem top besetzten Teilnehmerfeld.“

„Es ist fantastisch, dass ein mehrfacher Formel-1-Weltmeister wie Max Verstappen hier am Start ist. Das zeigt, dass er ein echter Racer ist. Mit dieser Einstellung hat er sich bei uns im Team nahtlos eingefügt und es macht Spaß, auch seine Sicht der Dinge zu erfahren. Im Team ist er einer von uns, der vielleicht mit einer Portion mehr Talent gesegnet ist… Er macht auch kein Thema daraus, dass er Formel-1-Fahrer ist. Er möchte Spaß haben und das Rennen genießen.“

Timo Glock #69

Das ganze Projekt hat letzten Dezember seinen Anfang genommen, ich habe mit einem sehr guter Freund von mir darüber gesprochen, dass wir irgendetwas für die 24h Nürburgring machen müssen. Die Grundidee war das mein Partner Bembel with care, der auch hier für den Champagner auf dem Podium sorgt mit Bitburger zusammen bringen, die seit 25 Jahren nicht mehr im Motorsport aktiv waren. Anfang Dezember hatte mein Freund dann die zündende Idee das Fahrzeug-Livery von Michael Schumachers Benetton von 1995 zu nutzen und so auch Bitburger für das Projekt gewinnen zu können. Ursprünglich wollten wir auch mit einem deutschen Hersteller fahren, was aber leider nicht geklappt hat. Mit Dörr Motorsport zusammen, mit denen ich auch DTM fahre haben wir dann die Köpfe zusammen gesteckt und entschieden, dass wir das Projekt mit McLaren gestemmt bekommen. Wenn man bedenkt das wir bisher dahin nur ca. eineinhalb Stunden mit dem Auto auf der Nordschleife verbracht haben ist das schon mutig. Als ich dann das Auto am Montag zum ersten Mal fertig beklebt gesehen habe war ich echt gerührt. Es ist so großartig, dass uns auch die ganze Familie Schumacher unterstütz. Wir werden auch mit Corinna Schumacher unsere Anzüge für die Keep Fighting-Stiftung versteigern.

Das alle Mechaniker und auch wir Fahrer mit unseren Anzügen wie Michael Schumacher damals aussehen ist einfach klasse. Ich erinnere mich noch genau, wie ich 1995 als kleiner Junge mir die Rennen von Michael mit meinem Vater im Fernsehen angesehen habe und das mach das ganze Projekt für mich sehr emotional.

Es war von Vorteil, dass Dörr Motorsport nicht das größte Team ist. Dank Rainer Dörr war es möglich das Projekt so umzusetzen wie es in der Kürze der Zeit nötig war. Klar haben wir nicht die Erfahrung auf der Nordschleife aber wir wollen mit diesem Projekt zeigen, dass der deutsche Motorsport lebt und was für ein tolles Event die ADAC RAVENOL 24h Nürburgring sind.

Ich bin vor zwei Jahren das erste Mal hier gestartet und ärgere mich bis heute, dass ich die 20 Jahre davor das nicht getan habe. Ich finde es auch wahnsinnig toll, das sich Max Verstappen auch hier die Ehre gibt, trotz des engen Formel 1 Kalenders. Seine Teilnahme gibt den 24h Nürburgring, medial die Aufmerksamkeit, die dieses Event verdient.

Christopher Haase #16

“Unser Audi R8 ist hier Rekordsieger, das bedeutet, dass das Fahrzeug ausentwickelt ist bis auf´s letzte ausgereift ist und somit auch nicht mehr schneller wird, was sicherlich ein gewisser Nachteil ist. Mein Team Scherer PHX leistet jeden Tag eine tolle Arbeit und versucht trotzdem auch jetzt noch das Fahrzeug von Rennen zu Rennen noch schneller zu machen. Die äußeren Bedingungen sind an diesem Wochenende allerdings nicht optimal für unser Fahrzeug. Trotzdem wollen wir hier wieder gewinnen, haben aber viel weniger Druck, da wir kein Werksteam sind – deshalb sind wir sozusagen die Underdogs im Feld.

Das hier ist das Heimrennen von Scherer PHX, die ja bekanntlich im Industriegebiet in Meuspath beheimatet sind. Wir sind also die Platzhirsche hier und wollen natürlich diesem Anspruch gerecht werden. Ich bin schon lange im Geschäft und auch die Mitarbeiter von Scherer Sport sind schon jahrelang erfolgreich unterwegs. Deshalb weiß ich, dass ich mich auf diese Truppe verlassen kann. Die Mannschaft arbeitet seit Jahren auf einem sehr hohen Level, sonst wären die bisherigen Erfolge nicht möglich gewesen.

Durch die beiden Duelle mit Max Verstappen ist mein Name sicherlich noch bekannter geworden, was mir anfangs so nicht bewusst war. Ehrlich gesagt habe ich mir über das Duell überhaupt keine Gedanken gemacht, denn es war ein toller Zweikampf mit einem Konkurrenten, den ich sehr genossen habe. Erst als ich die zu 99 Prozent positive Resonanz mitbekommen habe, wurde mir die Brisanz dieses Zweikampfes so richtig bewußt. Natürlich war in der Startaufstellung durch die Pole von Max mehr los als sonst, aber wie gesagt – für mich war es ein ganz normales Duell mit einem Konkurrenten – da habe ich nicht an seinen Namen oder seine Erfolge gedacht. Ich bin jetzt schon 20 Jahre im Motorsport und habe viel erlebt – trotzdem macht es mich stolz mit Max diese beiden speziellen Duelle austragen zu dürfen.

Thomas Preining #911

„Dafür, dass wir heute nur zwei Stunden gefahren sind, war wettertechnisch bereits alles dabei. Wir haben heute im Q1 nur getestet, ob alles funktioniert, wie es soll und hatten alle drei Fahrer im Auto. Wir hatten einen guten Start ins Wochenende und heute und auch bereits gestern war schon wirklich viel los an der Strecke.

Für dieses Wochenende ist ganz klar der Gesamtsieg unser Ziel. Uns ist bewusst, dass die Konkurrenz auch nicht schläft, aber wir wissen, was wir als Team brauchen, um ganz vorne mit dabei zu sein. Aber es wird, wie immer, ein langes Rennen – ob es reicht, weiß man nie, aber wir werden alles geben.

Es ist wirklich Wahnsinn, wie groß unsere Mannschaft, unser Team, ist. Angefangen bei uns als Fahrern: Wir müssen liefern und immer schnell Auto fahren. Gleichwohl muss das Auto laufen und da stecken viele Menschen dahinter. Wir sind eine große Mannschaft, zu der jeder seinen Teil beiträgt. Wir sind auf jeden Fall gut vorbereitet und freuen uns auf ein spannendes Motorsport-Wochenende.“

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ADAC 24h Qualifiers: 02.04.2026
ADAC RAVENOL 24h Nürburgring: 30.04.2026

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