Der Auftritt von Konrad Motorsport bei den 24h Nürburgring zieht in diesem Jahr die Blicke auf sich – und das nicht nur wegen des eingesetzten Lamborghini Huracan GT3 Evo2, dem nach wie vor ein gewisser Exotenstatus anhängt. Mit Patricija Staildzane greift hier auch die einzige Frau im GT3-Feld ins Steuer. Die 28-jährige Münchnerin mit lettischer Herkunft erregt schon deshalb viel Aufmerksamkeit. Zusätzlich bemerkenswert: Sie teilt sich das Auto mit ihrem Freund Maximilian Paul, was die beiden zum wohl schnellsten Pärchen des Wochenendes macht.
Das Fahrerteam der aus der GT4-Germany kommenden Pilotin besteht neben Lebenspartner Paul außerdem aus Christian Engelhart und Pavel Lefterov. Stalidzane hatte sich den Umstieg auf das „potentere“ Fahrzeug dabei leichter vorgestellt, wie sie selbst sagt: „Anfangs dachte ich, der GT3 sei nur ein bisschen schneller als der GT4, doch da wurde ich schnell eines Besseren belehrt. Der GT3 ist in allen Belangen anders zu handeln, angefangen vom Fahrverhalten bis hin zur Dynamik – insofern bin ich froh, dass ich mich bei NLS2 und bei den Qualifiers auf dieses Event hier vorbereiten konnte. Sobald sich das Wetter oder irgend etwas am Auto ändert, muss man schnell umschalten können und dafür habe ich die Track-Time im Vorfeld dieses Rennens auf jeden Fall gebraucht. Der Umstieg vom GT4 auf den GT3 war eben schwerer als gedacht – das gebe ich offen zu!“
Vertrautheit fördert den Teamgeist
Und wie ist das, wenn man sich als Pärchen einen Rennwagen teilt? Werden da die Diskussionen darüber, wer denn Müll hinausbringt durch die Auseinandersetzung um die Track-Time ersetzt? „Mit Maximilian zusammen auf einem Auto zu fahren ist super“, sagt die Pilotin. „Man fühlt sich wohl und vertraut und spürt nicht diese starke Konkurrenz-Situation, wie man sie vielleicht anderswo hätte. Man unterstützt sich vielmehr gegenseitig, denn man will ja füreinander das Beste und natürlich auch für das Team und das Auto – schließlich will man am Ende des Tages gewinnen. Diese gute Zusammenarbeit haben wir nicht nur in der Beziehung, sondern auch zu den anderen Fahrern im Team, die wir inzwischen schon ein bisschen kennen – insofern sind wir ganz gut in der Teamarbeit und unterstützen uns gegenseitig sehr tatkräftig.“
Das Podium im Auge
Angesprochen auf das Ziel bei den ADAC RAVENOL 24h Nürburgring meint Patricija voller Überzeugung: „Wir wollen natürlich gewinnen – das ist eine ganz klare Aussage, denn wir sind nicht hier, um Runden zu drehen. Wir haben jetzt so viel Vorarbeit geleistet, budgetär und auch zeitlich, um heute hier zu stehen – das würden wir alles nicht tun, wenn wir das Ding hier nicht gewinnen wollten.“
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