16.05.2026

Falken Drift Show: 18.000 PS bringen Müllenbachschleife zum Beben

• 30 PS-Monster sorgen für Qualm und beste Unterhaltung

• Falken-Drift-Team um Remmo Niezen begeisterte 30.000 Fans aus aller Welt

• Hyundai setzt mit dem IONIQ 6N zwei vollelektrische Fahrzeuge ein

Seit Jahren zählt die Falken Drift Show zu den Highlights im Rahmenprogramm der 24h Nürburgring. Das beweisen die 30.000 Zuschauer, die zu diesem Anlass freitagabends in die Müllenbachschleife pilgern. Zwischen weißen Rauchschwaden und Gummiabrieb jubeln die Anhänger des gepflegten Driftwinkels begeistert ihren Idolen zu.

In diesem Jahr kämpften 30 Drift-Artisten aus neun Ländern um die Gunst des fachkundigen Publikums. Da neben den zehn deutschen Teilnehmern auch fünf Niederländer in der Starterliste zu finden waren, wurde es bei deren gekonnt vorgetragenen Show-Elementen immer besonders laut auf den dicht besetzten Rängen.

Angeführt wurde das internationale Starterfeld der Drift-Künstler wie immer vom vierköpfigen Falken-Drift-Team rund um ihren Chef Remmo Niezen. „Ich genieße Jahr für Jahr die großartige Stimmung auf den voll besetzten Tribünen, denn alle haben Spaß und machen Stimmung - das gefällt mir“, sagt Niezen. Der 59-jährige Niederländer und seine drei Teamkollegen Rohan Van Riel, Rick Van Goethem und Niels Visser hatten wieder ihre bis zu 800 PS starken BMW M1, M5 und M6-Modelle mit in die Eifel gebracht, die alle im markanten Falken-Design blau-türkis foliert sind.

Apropos PS: Die 30 vor Kraft strotzenden Boliden aller „Quertreiber“ brachten es diesmal zusammen auf sage und schreibe 17.722 PS und sorgten damit für jede Menge Qualm und Spektakel im weiten Rund. Stärkstes Fahrzeug im Feld war der BMW M2 von Elias Hountondji, der allein 1100 Pferdestärken aufheulen ließ. Bekanntheit bekamen die Brüder Johannes und Elias Hountondji aus dem schwäbischen Schlierbach, weil Sie einst

mit zwei identischen BMW M4 als „Red-Bull-Driftbrothers“ antraten, bis Johannes verletzungsbedingt den Helm an den Nagel hängen musste. Bruder Elias dagegen hat zwischenzeitlich einen Modelwechsel vollzogen und mit Hilfe der BMW M GmbH einen nagelneuen BMW M2 aufgebaut. „Bei der heutigen Falken-Drift-Show präsentiere ich das Auto zum ersten Mal vor deutschen Publikum“, verriet der erzählt der 40-Jährige Schwabe stolz.

Beim Show-Event am Freitagabend donnerten insgesamt 23 männliche und zwei weibliche Teilnehmer mit ihren BMW, Chevrolet, Hyundai, Mercedes, Nissan und Toyota durch die Arena. Sie zeigten in bunter Folge gekonnt vorgetragene Einzel-Drifts, diverse Donats und zelebrierten auch die Königsdisziplin des Driftsports – die sogenannten „Twin-Battles“. Zwei Fahrer toben dabei in engem Abstand parallel durch die Müllenbachschleife. „Vor so vielen Menschen wie hier driften zu dürfen, die allesamt begeistert sind und jedes Jahr nur für uns in die Müllenbachschleife kommen ist einfach das Geilste, anders kann ich es nicht ausdrücken“, sagt Denise Ritzmann.

Nachdem 2024 bereits zwei rein elektrisch angetriebene Hyundai IONIQ 5N das Starterfeld bereichert hatten, bringen dieses Jahr Christopher Nigemeier und Felix Rosner zwei Hyundai IONIQ 6N an den Start. „Damit wollen wir den Zuschauern die E-Mobilität schmackhaft machen“, sagt Nigemeier, der wie auch Kollege Rosner, hauptberuflich bei Hyundai-N in Rüsselsheim in der Entwicklung arbeitet und maßgeblich an der Verwirklichung des Projekts beteiligt war. „Beide Fahrzeuge leisten rund 650 PS und wurden im Serienzustand belassen, sind aber natürlich mit den vorgeschriebenen Sicherheits-Einrichtungen ausgerüstet. Sie haben exakt den gleichen Antriebsstrang, wobei wir die Kraftverteilung so eingestellt haben, dass 90 Prozent auf die Hinterachse wirken um besser driften zu können.“ Das war natürlich ganz im Sinne der Zuschauer, die die Drifteinlagen der beiden Renner mit reichlich Applaus belohnten.

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