05.03.2015

24h in Zahlen

Die BMW-Teams Marc VDS und Schubert sind für viele Experten die Top-Favoriten beim diesjährigen ADAC Zurich 24h-Rennen. Und gemessen an der reinen Statistik stehen die Chancen für die weiß-blaue Marke gut: Kein anderes Fabrikat konnte die 24h bislang so häufig gewinnen. Doch auch die Titelverteidiger bei Black Falcon können die Macht der Zahlen bemühen, wenn es um die Sieg-Prognose geht. Ihre Startnummer „1“ ist die erfolgreichste in der 24h-Historie. Ein kleiner Ausflug in die Welt der Statistik fördert eben so manch interessantes Detail zutage...

Beim Projekt Titelverteidigung kann sich Black Falcon in der Gunst der Zahlen wähnen, denn auf ihrem Mercedes-Benz SLS AMG GT3 trägt die Mannschaft die Startnummer 1, die traditionell an den Vorjahressieger vergeben wird. Neun Mal waren die an eins gesetzten Teams bislang beim 24h-Rennen erfolgreich (1977 und 78, 1981, 1989, 2002, 2005, 2007 bis 2009). Sie ist damit immerhin die Startnummer mit der höchsten Siegwahrscheinlichkeit. Die Statistik-Füchse fanden heraus, dass alle anderen Startnummern bislang höchsten zweimal gewinnen konnten.

Als dienstältester Teilnehmer wird in diesem Jahr Volker Strycek antreten. Er pilotiert nicht nur einen Opel Astra OPC, sondern – natürlich – auch den kultigen Opel Manta mit der Startnummer 144. Wenn er am Rennwochenende ins Cockpit steigt, dann startet er damit seine 37. Teilnahme. Dass er auf der Nordschleife zu den ganz Schnellen gehört, bewies er ebenfalls schon häufig. Strycek brachte es bislang auf einen Gesamt- und neun Klassensiegen.

Bei allen gedrückten Daumen wird es Nordschleifen-Haudegen Strycek wohl nicht mehr gelingen, eine Rekordmarke zu erreichen, die bislang drei Piloten knackten: Die erfolg- reichsten Piloten beim 24h-Rennen bringen es auf jeweils fünf Gesamtsiege. Der

einzige Vertreter aus diesem exquisitem Zirkel, der auch 2014 antritt, ist Pedro Lamy. Der Portugiese startet im Aston Martin Vantage GT3 mit der Startnummer 7. Hier die vollständige Liste der erfolgreichsten Piloten:

 Drei Piloten mit fünf Gesamtsiegen

Timo Bernhard (Dittweiler), Pedro Lamy (Portugal), Marcel Tiemann (Monaco)

 Fünf Piloten mit vier Gesamtsiegen

Marc Duez (Belgien), Romain Dumas (Schweiz), Marc Lieb (Ludwigsburg), Fritz Müller (Pfaffenhofen), Peter Zakowski (Niederzissen)

 Drei Piloten mit drei Gesamtsiegen

Herbert Hechler (Darmstadt), Klaus Ludwig (Roisdorf), Hans-Joachim Stuck (Österreich)

 16 Piloten mit zwei Gesamtsiegen

Uwe Alzen (Betzdorf), Michael Bartels (Monaco), Axel Felder (Hückeswagen), Dieter Gartmann (Osnabrück), Altfrid Heger (Essen), Frank Katthöfer (Essen), Lucas Luhr (Schweiz), Jörg Müller (Monaco), Klaus Niedzwiedz (Waltrop), Gerold Pankl (Österreich), Roberto Ravaglia (Italien), Johannes Scheid (Kottenborn), Sabine Schmitz (Reck) (Barweiler), Hans-Jürgen Tiemann (Soltau), Winfried Vogt (Waldshut), Joachim Winkelhock (Korb)

 59 weitere Piloten konnten bislang einen Gesamtsieg erzielen.

Geht es nach der Zahl der Klassensiege, so liegt die Latte noch um einiges höher, um in den Club der erfolgreichsten Piloten aufgenommen zu werden: Heinz-Josef Bermes (Willich) ist mit 15 Klassensiegen hier der erfolgreichste Pilot. Er tritt in diesem Jahr im Porsche 997 GT3 Cup von Prosport-Performance an und hat also Chancen, den Abstand zu verkürzen. Ebenso könnte Klaus Niedzwiedz seine Bilanz aufbessern. Der Waltroper rangiert in der Statistik an Platz zwei und hat bislang zehn Klassensiege gesammelt. Er geht 2014 mit der Startnummer 205 für das Team matilda racing –Pistenkids im VW Scirocco GT-24 an den Start. Der ebenso erfolgreiche Johannes Scheid (Kottenborn) sammelt die Siege mittlerweile von der Boxengasse aus: Er ist heute als Teamchef aktiv und schickt unter seinem Namen zwei BMW M235i Racing (#301 und #302) an den Start. Hier die zehn erfolgreichsten Piloten des 24h-Rennens gemessen an der Zahl der Klassensiege:

 15 Klassensiege: Heinz-Josef Bermes (Willich)

 10 Klassensiege:

Klaus Niedzwiedz (Waltrop), Johannes Scheid (Kottenborn)

 9 Klassensiege:

Timo Bernhard (Dittweiler), Dino Drößiger (Bochum), Peter Seikel(Freigericht), Volker Strycek (Dehrn)

 8 Klassensiege:

Jürgen Ilgner (Essen), Hubert Nacken (Steisslingen), Martin Tschornia(Bestwig)

Sieben Marken konnten bislang einen Gesamtsieg beim 24h-Rennen verbuchen – und keine schaffte es öfters als BMW: Mit 19 der bislang 41 ausgetragenen 24h-Rennen entschieden die Bayern fast die Hälfte aller Auflagen für sich. Auch in der Statistik der Klassensiege liegt BMW deutlich vorne und sammelte exakt drei Mal so viele Erfolge wie Opel an Platz zwei.

 Diese sieben Marken konnten beim 24h-Rennen Gesamtsiege einfahren:

BMW (19), Porsche (11), Ford (5), Chrysler (3), Audi, Mercedes-Benz und Opel: je 1

 Die zehn erfolgreichsten Marken beim 24h-Rennen, gemessen an der Zahl der Klassensiege: BMW (162), Opel (54), Honda und Volkswagen (je 50), Ford (41), Porsche (31), Audi (25), Peugeot (20), Alfa Romeo und Mercedes-Benz (je 18)

Hier die vollständige Liste der Gesamtsieger beim 24h-Rennen seit 1970:

1970: Hans-Joachim Stuck/Clemens Schickentanz (BMW 2002 ti) 1971: Ferfried Prinz von Hohenzollern/Gerold Pankl (BMW 2002) 1972: Helmut Kelleners/Gerold Pankl (BMW 2800 CS)

1973: Niki Lauda/Hans-Peter Joisten (BMW 3,0 CSL)

1976: Herbert Hechler/Fritz Müller/Karl-Heinz Quirin (Porsche Carrera)

1977: Herbert Hechler/Fritz Müller (Porsche Carrera)

1978: Herbert Hechler/Fritz Müller/Franz Gschwendtner (Porsche Carrera) 1979: Herbert Kummle/Winfried Vogt/Karl Mauer (Ford Escort RS 2000) 1980: Dieter Selzer/Wolfgang Wolf/Matthias Schneider (Ford Escort RS 2000) 1981: Helmut Döring/Dieter Gartmann/Fritz Müller (Ford Capri 3,0)

1982: Dieter Gartmann/Klaus Ludwig/Klaus Niedzwiedz (Ford Capri 3,0)

1984: Axel Felder/Franz-Josef Bröhling/Peter Oberndorfer (BMW 635 CSi)

1985: Axel Felder/Jürgen Hamelmann/Robert Walterscheid-Müller (BMW 635 CSi)

1986: Markus Oestreich/Otto Rensing/Winfried Vogt (BMW 325i)

1987: Klaus Niedzwiedz/Klaus Ludwig/Steve Soper (Ford Sierra Cosworth)

1988: Edgar Dören/Gerhard Holup/Peter Faubel (Porsche Carrera RSR)

1989: Emanuele Pirro/Roberto Ravaglia/Fabien Giroix (BMW M3)

1990: Altfrid Heger/Joachim Winkelhock/Frank Schmickler (BMW M3)

1991: Joachim Winkelhock/Kris Nissen/Armin Hahne (BMW M3)

1992: Johnny Cecotto/Christian Danner/Jean-Michel Martin/Marc Duez (BMW M3)

1993: Antonio de Azevedo/Franz Konrad/Örnulf Wirdheim/Frank Katthöfer (Porsche Carrera)

1994: Karl-Heinz Wlazik/Frank Katthöfer/Fred Rosterg (BMW M3)

1995: Roberto Ravaglia/Marc Duez/Alexander Burgstaller (BMW 320i)

1996: Johannes Scheid/Sabine Reck/Hans Widmann (BMW M3)

1997: Johannes Scheid/Sabine Reck/Hans-Jürgen Tiemann/Peter Zakowski (BMW M3)

1998: Marc Duez/Andreas Bovensiepen/Christian Menzel/Hans-Joachim Stuck (BMW 320d)

1999: Hans-Jürgen Tiemann/Peter Zakowski/Klaus Ludwig/Marc Duez (Chrysler Viper GTS-R) 2000: Bernd Mayländer/Uwe Alzen/Altfrid Heger/Michael Bartels (Porsche 996)

2001: Peter Zakowski/Michael Bartels/Pedro Lamy (Chrysler Viper GTS-R)

2002: Peter Zakowski/Pedro Lamy/Robert Lechner (Chrysler Viper GTS-R)

2003: Manuel Reuter/Timo Scheider/Marcel Tiemann/Volker Strycek (Opel Astra V8 Coupé)

2004: Dirk Müller/Jörg Müller/Hans-Joachim Stuck/Pedro Lamy (BMW M3 GTR)

2005: Pedro Lamy/Boris Said/Duncan Huisman/Andy Priaulx (BMW M3 GTR)

2006: Lucas Luhr/Timo Bernhard/Mike Rockenfeller/Marcel Tiemann (Porsche 911 GT3)

2007: Timo Bernhard/Marc Lieb/Romain Dumas/Marcel Tiemann (Porsche 911 GT3)

2008: Timo Bernhard/Marc Lieb/Romain Dumas/Marcel Tiemann (Porsche 911 GT3)

2009: Timo Bernhard/Marc Lieb/Romain Dumas/Marcel Tiemann (Porsche 911 GT3)

2010: Jörg Müller/Augusto Farfus/Uwe Alzen/Pedro Lamy (BMW M3 GT2)

2011: Timo Bernhard/Marc Lieb/Romain Dumas/Lucas Luhr (Porsche 911 GT3)

2012: Marc Basseng/Christopher Haase/Frank Stippler/Markus Winkelhock (Audi R8 LMS ultra) 2013: Bernd Schneider/Jeroen Bleekemolen/Sean Edwards/Nicki Thiim (Mercedes-Benz SLS AMG)

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