05.03.2015

Robb Huff: Es wird gigantisch

Die WTCC hat sich zu einem großen Schritt entschieden und wird im kommenden Jahr einen Wertungslauf auf der Nordschleife absolvieren. Für Rob Huff eine tolle Nachricht. Der Brite absolviert an diesem Wochenende sein erstes ADAC Zurich 24h-Rennen und geht gleichzeitig bei der WTCC im belgischen Spa-Francorchamps an den Start. Eine Herausforderung, auf die sich Huff freut und die er gerne annimmt.

Im kommenden Jahr wird die WTCC auf der Nordschleife ein Rennen absolvieren. Eine gute Nachricht für Sie?

Ich freue mich extrem darauf. Es ist gigantisch, dass die WTCC hier im kommenden Jahr an den Start geht. Für mich gab es dafür keinen besseren Zeitpunkt. Ich lerne die Strecke momentan sehr gut kennen, und lerne auch sie zu verstehen. Die Nordschleife ist auf alle Fälle die beeindruckendste Strecke, auf der ich jemals gefahren bin und sicherlich der Kurs, der am schwierigsten zu lernen ist. Die Erfahrungen jetzt sammeln zu können, ist für das kommende Jahr sehr wichtig.

Wie sieht denn Ihre bisherige Nordschleifen-Erfahrung aus?

Vergangenes Jahr habe ich mein Nordschleifen-Abenteuer mit Rotek-Racing beim zehnten VLN-Rennen begonnen. Leider hatten wir einen unverschuldeten Unfall und ich hatte nicht die Möglichkeit zu fahren. Zum Quali-Rennen sind wir dann zurückgekehrt. Wir haben einen sehr guten Job gemacht, die Klasse gewonnen und uns für das 24h- Rennen qualifiziert. Seitdem freue ich mich auf dieses Wochenende.

Was denken Sie, wie wird es mit einem WTCC-Fahrzeug auf der Nordschleife zu fahren?

Es wird interessant. Wir fahren auf Formel-1-Strecken, aber der Topspeed ist nicht so hoch. Auf der Nordschleife haben wir die sehr, sehr lange Geraden und durch den Windschatten werden wir sicherlich viele Überholmanöver sehen. Zudem müssen wir eine Balance finden, die für die engen, kurvigen Passagen und die schnellen, fließenden Bereiche passt. Es wird sicherlich das härteste WTCC-Rennen, das ich jemals absolviert habe. Das größte Problem, mit dem sich alle beschäftigen werden, ist die Strecke zulernen. Auf jeden Fall werden ein oder zwei Monate vor dem Rennen alle WTCC-Fahrer hierher kommen. Ich war hier zwei Mal mit Freunden in einem Straßenfahrzeug und hatte danach die Strecke noch nicht verstanden. Auch nach dem VLN-Rennen im vergangenen Jahr war ich noch nicht soweit. Ich denke, in den letzten vier, fünf Runden, die ich während des Qualirennens gefahren bin, habe ich die Nordschleife wirklich verstanden und konnte voll pushen.

Wie ist die Stimmung bei den anderen WTCC-Piloten?

Tom Coronel hat hier schon viele Rennen absolviert, er ist sehr erfahren und freut sich sehr über die Entscheidung. Natürlich freue ich mich auch. Gabriele Tarquini war hier vor etwa 20 Jahren – er ist etwas nervös. Die generelle Stimmung aber ist, dass alle sehr aufgeregt und glücklich über diese Entscheidung sind. Ich denke, dass ein drei-Runden- Rennen in einem Tourenwagen über die Nordschleife einfach gigantisch wird.

Sie starten an diesem Wochenende nicht nur hier auf der Nordschleife, sondern auch beim WTCC-Rennen in Spa. Wie bringen Sie die beiden Veranstaltungen unter einen Hut?

Ich habe einen Helikopter für morgen und Samstag. Am Sonntag bin ich mit dem Auto unterwegs. Die zwei Zeitpläne passen sehr gut für mich. Ich kann heute den gesamten Tag für das Freie Training und das Nachtqualifying hier sein. Morgen geht es für mich nach Spa, dort haben wir ein Freies Training. Ich vertraue meinen Teamkollegen, dass sie dasdie Qualifying hier gut hinbekommen. Samstag bin ich erst mal in Spa. Doch das Zeittraining endet gegen 14:30 Uhr und ich fliege direkt hierher, um den zweiten Stint zu fahren. Bis Sonntagmorgen mache ich noch ein paar weitere Stints und fliege dann zurück nach Spa.

Ist es schwierig Sprintrennen und ein Langstreckenrennen an einem Wochenende zu absolvieren?

Hier sitzt du viel länger im Auto – bis zu drei Stunden in einem Stint. Aber wir wissen, dass das 24h-Rennen ein Sprintrennen ist. Die Situation hat sich in den letzten Jahren verändert. Die Autos sind sehr haltbar und wir sind nun in der Lage, 24 Stunden lang Vollgas zu geben. Dies ist ein 24h-Sprintrennen und dann habe ich zwei Sprintrennen in der WTCC am Sonntag. Ich habe so etwas noch nicht gemacht, ich bin gespannt auf diese Herausforderung und freue mich drauf.

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