19.04.2018

Das ist neu beim 24h-Rennen 2018

Typisch 24h-Rennen: Jedes Jahr lassen sich die Organisatoren Neuerungen einfallen, die das Event noch attraktive, noch spannender oder noch cooler für Zuschauer machen. Auch 2018 gibt es jede Menge Neuigkeiten. Einige sind dabei im Prinzip simpel, bringen aber trotzdem einen großen Fortschritt. Hier einige dieser Fortschritte, die es beim Mega-Event in diesem Jahr gibt

Wer ist wie fix? Top-Speed-Messung auf der Nordschleife

Die Installation von Zwischenzeit-Messpunkten war vor einigen Jahren ein großer Fortschritt für das Geschehen auf der Nordschleife. Schließlich ist seitdem für Teams und Fans transparenter, welches Fahrzeug in welchem Abschnitt Zeit gewinnt oder liegen lässt. Diese Messung ist nun noch einmal präzisiert worden: Einige Meter vor den Messunkten sind neue Speedschleifen installiert worden. Damit gibt es an diesen Punkten nun auch Topspeed-Messungen. Für das 24h-Rennen außerdem geplant: Eine weitere Messung am Ende der Döttinger Höhe. Was simpel klingt, bedeutet auf der 25-km-Nordschleife technisch einen Kraftakt – und dient auch einem sehr wichtigen Zweck: Die Daten werden bei der Festlegung der Balance of Performance benötigt, bei der die Datenanalyse auf immer mehr Einzelwerte bezogen werden kann.

Wer dreht denn da am Rad? Fahrer-ID

Auch diese Innovation klingt simpel, ist aber ein Riesenakt in einem Feld mit rund 600 Piloten: Ab 2018 ist ein zusätzlicher Transponder im Fahrzeug vorgeschrieben, der die Fahrer-ID des gerade aktiven Piloten überträgt. Das Team drückt dazu beim Fahrerwechsel einen kleinen Knopf im Cockpit, der das Signal entsprechend auf den korrekten Fahrer ändert. Diese Fahrer-ID wird danach bei jeder Zieldurchfahrt von der Zeitnahme erfasst. Das macht nicht nur das Zeitentableau viel transparenter. Es wird in Zukunft auch helfen, Mindestpausenzeiten und Einsatznachweise zu erfassen.

Im Dienste der Fairness: Technische Kommissare nutzen Messplatte

Rennphysik, 1. Semester: Der Abstand zwischen dem Fahrzeugunterboden und der Strecke, kann unter Umständen für den Verlust oder Gewinn von Sekunden im Rennen entscheidend sein, sorgt ein möglichst kleiner Abstand der Bodenplatte zum Untergrund doch durch den entstehenden Unterdruck dafür, dass ein Fahrzeug bessere Bodenhaftung hat. Auch beim 24h-Rennen gibt es strikte Vorgaben zur Bodenfreiheit, sie muss mindestens 70 mm betragen. Ab diesem Jahr wird zur Kontrolle eine besonders ebene Messplatte aus Stahl genutzt, die in einer Box zu Beginn der Boxengasse installiert wurde. Dort werden die teilnehmenden GT3 abgestellt und anschließend eine genormte Rolle unter dem Boden bewegt, um den Abstand zu messen. In Zweifelsfällen muss der Reifendruck auf exakt 1,8 bar eingestellt werden. Ebenfalls gemessen wird übrigens der Rake, also die Schrägstellung des Unterbodens, der einen bestimmten Winkel nicht überschreiten darf. Geprüft wird bei der technischen Abnahme und stichprobenartig auch während des laufenden Rennens.

Startaufstellung: Hommage an den Langstreckenklassiker

Die Generalprobe fand bereits statt: Das 24h-Rennen bekommt eine neue Startaufstellung. Bereits beim 24h-Qualirennen standen die ersten 30 Fahrzeuge nicht versetzt nebeneinander, sondern einzeln aufgereiht schräg zur Fahrtrichtung entlang der Start-Ziel-Gerade. Ein besondere Bild und Anlass für einen Gänsehautmoment – insbesondere, wenn im kurzen Moment der Ruhe während der Nationalhymne der ganze Nürburgring noch einmal den Atem anhält, bevor es 24 Stunden lang um Sekt oder Selters geht. Die Startaufstellung wurde dem großen Langstreckenklassiker von Le Mans entlehnt und ist eine kleine Verbeugung des deutschen 24h-Rennens an die französische Sportwagen-Legende. Auch anderswo ist diese Form übrigens schon lange bekannt. „Ich kenne diese Art von Start schon aus Amerika und freue mich umso mehr, dass er am Nürburgring jetzt auch so toll zelebriert wird“, findet etwa BMW-Pilot Martin Tomczyk.

Riesig, das Panorama: Riesenrad als Blickfang im Fahrerlager

Auch für die Fans gibt es einige schöne Neuerungen beim 24h-Rennen, die die Tage am Ring noch ereignisreicher und spannender machen. Diesmal lockt das Grand-Prix-Fahrerlager mit neuen Attraktionen. Am auffäligsten: das Ravenol-Riesenrad, das als echter Blickfang von weither sichtbar sein wird – und den Blick auf ein großartiges Eifel- und Nordschleifenpanorama ermöglicht. 4 Euro kostet eine Fahrt – und die lohnt sich ganz gewiss! Gleich nebenan findet sich übrigens eine weitere Neuerung: Der Audi Sport Campus mit vielen weiteren Angeboten für Fans der Marke mit den vier Ringen.

Klasse, die Klasse: KTM X-Bow beim 24h-Rennen

Auch eine neue Fahrzeugklasse ist beim 24h-Rennen zugelassen, die das Geschehen im Mittelfeld kräftig anheizt: Es sind die von einem Zweiliter-TFSI-Motor von Audi angetriebenen KTM X-Bow, für die in der VLN sogar ein eigener Cup stattfindet. Zwei der Neulinge beim 24h-Rennen werden mit prominenter Besetzung antreten: Audi-Stammpilotin und Ex-DTM-Fahrerin Rahel Frey spannt mit Lena Strycek (Tochter von Opel-Sportchef Volker) sowie den beiden erfahrenen Pilotinnen Laura Kraihamer und Naomi Schiff zusammen. In einem weiteren dieser „Miniatur-Sportwagen“ drehen mit Volker Strycek sowie den beiden Brüdern Ferdinand und Johannes Stuck nicht minder bekannte Piloten am Lenkrad, die Nordschleifen-Routinier Max Friedhoff zum Quartett ergänzt. Lena Strycek beschreibt das neue Auto: „Es ist großartig, sehr schnell und macht unheimlich viel Spaß. Die Team-Konstellation ist natürlich auch besonders und wir freuen uns alle vier auf die Herausforderung, die vor uns liegt!“

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